Am 26.09.2026 haben wir in Weimar Palästina Tag, einen ganzen Tag lang palästinensische Kultur gefeiert. Wir waren nicht allein: In mehr als zehn Städten in Deutschland fanden an diesem Tag Veranstaltungen in ganz unterschiedlichen Formaten statt. Alle hatten dasselbe Ziel, am Palästina Tag einen Teil der eigenen Kultur mit der Stadt zu teilen, in der man lebt.
Im Kulturzentrum Mon Ami lud eine ganztägige Ausstellung dazu ein, Palästina jenseits der Schlagzeilen kennenzulernen. Zu sehen waren Fotografien palästinensisches Leben: Menschen in ihren Alltag, Künstler, Dichter, Arbeiter, Krankenschwestern sowie Städte, Traditionshäuser, Theater; Rundfunk usw. aus der Zeit vor 1948, bereitgestellt vom Archiv der Birzeit-Universität im Westjordanland.
Dazu kamen Porträts palästinensischer Kunst- und Kulturschaffender, traditionelle Trachten, Kunsthandwerk und eine Auswahl Bücher über Palästina. Das Programm ergänzten eine Lesung von Jamal AL-Tallawi, ein Vortrag zur Geschichte Palästinas und eine Vorlesestunde aus einem palästinensischen Kinderbuch.
Auf dem Vorplatz zum Mon Ami war der Kinderstand der Treffpunkt des Tages. Die Kinder bauten Drachen, aus Solidarität mit den Kindern in Gaza, denen Israel das Drachensteigen verboten hat. Die Kinder erfreuten sich über Henna Bemalung von Armen und Gesichtern mit unterschiedlichen Motiven und Hennafarben.
Eine Dabke-Gruppe trat mehrmals auf und holte viele Besucherinnen und Besucher zum Mittanzen in den Kreis.
An unserem Vereinssitz gab es parallel einen Kochworkshop mit Jamal Aöl-Tallawi und stellte dabei sein Kochbuch über palästinensische Gerichte und Geschichten vor. Palästina lässt sich eben auch gut schmecken.
Alle Veranstaltungen waren sehr gut besucht. Das hat uns tief berührt. Danke an alle, die gekommen sind. Danke an unsere Partner, ohne die dieser Tag nicht möglich gewesen wäre. Und danke an alle, die mit uns gefeiert haben. Wir sind ein Teil dieser Stadt, und wir wollten an diesem Tag einen Teil unserer Kultur mit ihr teilen.

