Eine Lesung mit Alena Jabarine – Ein Bericht

Am Donnerstagabend fand im Rahmen unserer Arbeit als Kulturbrücke Palästina gemeinsam mit der Literarische Gesellschaft Weimar eine Lesung mit der Autorin Alena Jabarine statt. Sie stellte ihr Buch „Der letzte Himmel – Meine Suche nach Palästina“ vor.

Ausgehend von Erinnerungen an ihre Kindheit, an Sommer, Familie und Nähe erzählt Jabarine von ihrer Suche nach der Bedeutung Palästinas für die Menschen auf beiden Seiten der Mauer und für ihre eigene Identität.Anfang 2020 zog sie dafür nach Ramallah.

In den gelesenen Kapiteln wurde spürbar, wie früh politische Realität in das Leben eingreift. Politische Gefangenschaft erschien beispielsweise nicht als Ausnahme, sondern als Teil eines willkürlichen Systems militärischer Besatzung, das den Alltag palästinensischer Menschen durch Kontrolle und Unsicherheit prägt.

Besonders eindrücklich waren die Bilder rund um Land und Zugehörigkeit, die zeigten, wie eng Identität, Geschichte und Boden miteinander verwoben sind. Ein Satz hallte lange nach.


„Wer sehen will, der will sehen. Und wer nicht sehen will, der wird es dann nicht sehen, wenn es direkt vor seinen Augen passiert.“

Wir sind sehr dankbar für diesen Abend.

Die Lesung eröffnete einen Raum des Zuhörens und der Begegnung und zeigte, wie Literatur Brücken schlagen kann.Jenseits von Schlagzeilen und nah an menschlichen Erfahrungen.

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